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Die klimafreundliche Zauberformel
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Die klimafreundliche Zauberformel
regional - saisonal - biologisch

Infolink
   

Klimaschutz am Mittagstisch

 

 

 

Kaffee zum Frühstück, Getreideweckerl zur Jause und
am Abend Fisch mit Gemüse...
Essen ist ein wesentlicher Teil unseres Alltags, liefert uns Energie, Nährstoffe
und Wohlbefinden. Essen wirkt sich aber auch auf Umwelt und Klima aus:
In den Industrieländern ist der Ernährungsbereich für rund 20% des
gesamten Energieverbrauchs und eine Menge klimabelastender
Treibhausgase verantwortlich!

"die umweltberatung" hat Tipps zur „klimafreundlichen“ Ernährung.

 
 

Schon beim Einkaufen kann jede/r einen Beitrag zum Klimaschutz leisten: Ein steirischer Apfel im Herbst ist besser als der argentinische im Frühling, das Schnitzel vom Bauern aus der Region klimafreundlicher als australisches Fleisch. Manchmal liegt die Entscheidung nicht ganz so klar auf der Hand, aber es gibt ein paar einfache Richtlinien. 

Alles zu seiner Zeit!
Erdbeeren im Jänner, Paradeiser im April – im Supermarkt gibt’s alles und zu jeder Jahreszeit. Der Preis dafür ist hoch: Weite Transporte belasten die Luft, der Anbau in beheizten Glashäusern verbraucht rund 10 Mal soviel Energie wie der Freilandanbau und setzt große Mengen des Treibhausgases CO2 frei, Dauer-Tiefkühlung ist energieaufwändig. Bio-Freilandgemüse zB aus Italien ist daher - trotz anfallender Transportkilometer - klimafreundlicher als regionale Treibhausware aus konventionellem Anbau.

Achten Sie auf die Herkunft!
Sogar im Laden um die Ecke stammen die Zwiebel vielleicht aus Australien und die Fisolen aus Kenia. Für den gleichen Energieaufwand, der für den Flug-Transport von einem Kilogramm Neuseeland-Kiwis notwendig ist, bekommt man rund 6.800 kg Obst aus der Region! Der Kauf regionaler Produkte ist aktiver Klimaschutz. Weit gereiste Lebensmittel wie Kaffee, Tee, Schokolade oder Bananen sollten zumindest aus fairem Handel kommen.

Kaufen Sie bio!-logisch
Biologische Landwirtschaft verbraucht um ein Drittel weniger Primärenergie als die konventionelle und verursacht weniger als die Hälfte an CO2-Emissionen. Auf leichtlösliche Mineraldünger und chemisch-synthetische Pestizide wird verzichtet, dh. weniger Rohstoff- und Energieverbrauch, weniger Nitrat und Pestizide in Boden und Grundwasser.

 

        

Fleischkonsum: Weniger ist mehr
Rund 85% der klimabelastenden Gase aus der Landwirtschaft stammen aus der Tierhaltung, insbesondere aus der intensiven Rinderhaltung. Schuld daran ist vor allem das Methan aus dem Darmtrakt der Wiederkäuer. Energetisch gesehen, ist die Umwandlung pflanzlicher Futtermittel in tierische Produkte nicht effizient: Für die Erzeugung von 1 Kilokalorie tierischer Lebensmittel werden durchschnittlich 7 Kilokalorien aus pflanzlichen Futtermitteln benötigt!

Durchschnittlich isst jedeR ÖsterreicherIn 250 Gramm Fleisch pro Tag – vier Mal so viel, wie von ErnährungsexpertInnen empfohlen. Würden sich alle an die Empfehlungen halten, wären wir nicht nur gesünder und schlanker, sonder sparten auch Unmengen an CO2. Weniger Fleisch und mehr Gemüse - das ist Gesundheits- und Klimaschutz zugleich!

Schlechte Zeiten für Häferlgucker!
Auch beim Kochen selbst kann man das Klima schonen: Kochtöpfe in Material und Größe auf die Herdplatte abstimmen, bei Herd und Backrohr die Nachwärme nutzen. Wenig Wasser verwenden, das spart Energie beim Erhitzen. Deckel drauf! Garen ohne Topfdeckel benötigt 200% mehr Energie! Und nur nicht zu neugierig – immer wenn der Deckel angehoben wird, geht Energie verloren.

 
Regional – saisonal – biologisch ist die klimafreundliche Zauberformel. Und dann: Mahlzeit!

 
Mehr zu dem Thema:

   

Folder „Was hat Ernährung mit Klimaschutz zu tun?“
Der neue Folder ist kostenlos erhältlich bei "die umweltberatung",
Tel.: 027 42/ 718 29, per e-mail:
niederoesterreich@umweltberatung.at und auf www.umweltberatung.at.
 
Saisonkalender für Obst & Gemüse: Welche Sorten sind bei uns wann frisch oder als Lagerware erhältlich? kostenlos
 
Tipp: Kochbuch „Aufgedeckt! Appetit auf Klimschutz“, Kochen im Wandel der Jahreszeiten und dabei das Klima schützen, von der Blütenküche im Frühling bis zur Kochparty im Winter € 4,- plus Versand
Viele köstliche Rezepte, nach Zutaten oder Jahreszeit abrufbar auf www.rezepte.umweltberatung.at. Mahlzeit!

 

Text und Bild: Doris Würthner, "die umweltberatung"
Gestaltung: Manuela Raab, Mediaverband


 
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