Man "brennt" wieder!
Kostengünstig, gemütlich und umweltschonend durch erneuerbare Energie. Wenn Sie schon "brennen" müssen - dann wenigstens so wenig wie möglich.
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| "Brennen" soll's nur im Kamin! |
Energie ist ein Rohstoff, wie jeder andere – und der wird allmählich knapp auf unserem Planeten. So wird uns das jedenfalls ständig weisgemacht – um die Preise zu steigern.
Immerhin bis zu 50% der Wärmeenergie kann man angeblich einsparen, wenn man für entsprechende Isolierung sorgt. Allerdings:
- Nicht jeder ist in der Lage, für „Isolierung der Außenwände, Dach, Keller und Wärmeschutzverglasung der Fenster“ selbst zu sorgen. (z.B. weil sie ihm gar nicht gehören - Mietwohnungen)
- Selbst wenn jemand die Möglichkeit dazu hat, muss er vorher beträchtliche Investitionen in Kauf nehmen.
- Man kann jedoch schon mit geringstem Aufwand – Abdichten von Fenstern und Türen und richtiges Lüften gute Erfolge erzielen.
Die beste Wirkung kann man jedoch mit dem Heizsystem erreichen.
Strom ist die teuerste und unwirtschaftlichste Form der Heizung. Wirkungsgrad (von der Herstellung bis zum Verbrauch) weniger als 30%. Kraftwerke kosten irres Geld und belasten die Umwelt. (Eingriffe in den natürlichen Lebensraum – bis hin zum Atomstrom).
Mit
Öl und Gas sieht’s nicht viel besser aus. (Wirkungsgrad, Preis, Versorgungsabhängigkeit.)
Bleiben die erneuerbaren (nachwachsenden) Energieträger, also im wesentlichen
Holz.
Allein mit dem Nachwachsen und dem Erhalt und Pflege unserer Wälder leisten wir einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz.
Die Wälder – und alle Pflanzen - machen (vereinfacht) aus CO2 wieder Sauerstoff. Am CO2 erstickt die Welt und wird zum Treibhaus – vom Sauerstoff leben wir.
Am Vöslauer Waldlehrpfad stehen viele alte Buchen. An einer mehr als 100-jährigen dieser Spezies können Sie nachlesen, wie viele Tonnen (!) CO2 sie in ihrem Leben wieder in Sauerstoff verarbeitet hat!
Wir sind mit Holz gesegnet. Das sollten wir auch nutzen.
Pellets-Heizungen sind „große Mode“. Die vorhandene Heizung darauf umzustellen, ist wiederum eine Frage der Investitionskosten. Pellets müssen erst aus Holzschnitzel/Sägemehl hergestellt werden – ein weiterer Produktionsprozess, der viel Energie und Transportkosten verschlingt: Umweltbelastung, Preis!
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| Der Ofen - seit Alters her Zentrum des Hauses |
Kachelofen. Besuchen sie eine alte Burg. Dort gibt es Öfen aus dem
Mittelalter, Renaissance- oder Barockzeiten. Sie funktionieren immer noch. Klar: heutige Produkte haben einen um ein Vielfaches besseren Wirkungsgrad.
Mit einem solchen Ofen kann man den gesamten Wohnbereich beheizen. Mit einheimischem Brennholz aus Niederösterreich. Verbrauch: ca 7 Schüttraum-Meter Buchenholz a 52.- EUR (letzte Lieferung April 2008) pro Heizperiode und ca 100 m2 Wohnnutzfläche.
Diese Öfen haben keine störungsanfällige „Technik“. Sie sind absolut unabhängig von Strom. Sie haben keine „Steuerungen“, keinen Computer. Der Betreiber allein regelt alles – einfach und überschaubar. Außerdem macht es einfach Freude, das Feuer am Winterabend knistern zu hören. Es selbst angeschürt zu haben – wie vielen Menschen ist schon der Bezug zu diesem ursprünglichen Element völlig fremd geworden?
Der Geruch und das ganze Raumklima ist einzigartig.
Strahlungswärme – wie bei der Sonne - statt Ölgestank, keine kohlegeschwärzten Finger. Kein Automatik-Programm wie bei Elektroheizung. Und vor allem: Unsere heimischen Holzlieferanten sind immer noch die Verlässlichsten.
Ein Kachelofen speichert Wärme in seinem Aufbau und strahlt sie gleichmäßig in den Raum ab.
Da kann die Lufttemperatur schon ein, zwei Grad niedriger bleiben. Was ja auch gesund ist.
Der Ofen sorgt für Lufterneuerung im Wohnbereich: Zwangsweise wird verbrauchte Luft aus bodennahen Schichten abgesaugt und durch frische von außen ersetzt.
Unterzündmaterial – „Butzeln“ (Kiefernzapfen) - kann man sogar selbst im Wald sammeln, wenn’s einem wie mir Spaß macht.
So ein Ofen bringt allerdings auch Arbeit für den Betreiber: das Holz muss an geeigneter Stelle gelagert werden und für das täglich 1..2malige Heizen sind schon etwa 10 Minuten für die Bedienung einzurechnen. Asche (erstaunlich wenig) muss etwa alle 6 Wochen entsorgt werden (wer einen Garten sein eigen nennt, hat damit eine zusätzliche Möglichkeit, magere Erde damit anzureichern)
Wer im extremen Stress steht, muss sich das vielleicht überlegen. 10 Minuten mehr Zeitaufwand statt 0,1 Sekunden für einen Knopfdruck... Ich glaube nicht, dass diese 10 Minuten zuviel sind für einen so hohen Behaglichkeitsfaktor, Gesundheit, Umweltbewusstsein und Unabhängigkeit.
Alles in Allem – ein Kachelofen ist
- wirtschaftlich,
- krisenunabhängig,
- umweltfreundlich,
- behaglich, anheimelnd, mit anhaltender Wärme.
- Ein Produkt - weil durch Handarbeit entstanden - einheimischer Betriebe.
Nicht zuletzt ein Raumelement, der einer Wohnung eine ganz besondere – wohnlich-attraktive Note verleiht.
Wenden Sie sich an unsere Hafner, Kaminbauer, Ofensetzer. Sie werden staunen, unter welcher individueller Vielfalt sie bei deren Erzeugnissen wählen können!
Unterstützen Sie damit nicht zuletzt unser heimisches Handwerk.
Genauso wie’s Ihr Tischler persönlich macht, macht es auch Ihr Kaminbauer und Hafner!
Text: H. Fragner
Das Photo wurde uns freundlicherweise von Hrn. Ch. Frisch zur Verfügung gestellt.