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Regionale Lebensmittel helfen CO2-Ausstoß zu reduzieren
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Regionale Lebensmittel helfen CO2-Ausstoß zu reduzieren
Österreichs Lebensmittelimporte haben sich seit dem EU-Beitritt mehr als verdoppelt. Zehn Prozent mehr regionale Produkte brächten 116.000 Tonnen weniger CO2-Ausstoß

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Salzburg.  Österreich importiert heute mehr als doppelt so viele Lebensmittel wie vor dem EU-Beitritt im Jahr 1995. Der dadurch verursachte CO2-Ausstoß ist gigantisch. Stephan Mikinovic, Geschäftsführer der Agrarmarkt Austria Marketing, appellierte daher am Donnerstag beim Jahreskongress "Lebensmittel 2008" in Bergheim bei Salzburg, verstärkt auf regionale Produkte zu setzen.

Die Kunden sollten für regionale Produkte sensibilisiert werden, um die durch Lebensmitteltransporte verursachten CO2-Emissionen zu verringern, so Mikinovic. "Die Lebensmittelimporte in Österreich sind seit dem EU-Beitritt 1995 von 3,1 Milliarden Euro auf 7,6 Milliarden Euro gestiegen, die Exporte haben sich sogar vervierfacht", so Mikinovic. Deshalb sei es besonders wichtig, die CO2-Emissionen in Zukunft zu minimieren. Er erinnerte dabei an die Vorgaben des Weltklimagipfels in Kyoto von höchstens 18,9 Millionen Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr. Tatsächlich seien es bis zum Jahr 2008 in Österreich um rund acht Millionen Tonnen mehr gewesen.

Ein großer Teil der CO2-Emissionen stamme vom Verkehr. "Zusätzliche Kühlaggregate, die beim Transport benötigt werden, erhöhen den Ausstoß noch einmal um fünf bis sechs Prozent. Der vermehrte Kauf von regionalen Produkten ist die erste Antwort, wenn man den CO2-Ausstoß reduzieren will. Ich nehme als Beispiel ein Kilo Äpfel her. Wenn wir diese aus Südafrika importieren, haben wir eine CO2-Emission von 263 Gramm, ein Kilo Äpfel aus der Steiermark verursachen im Gegensatz nur 22 Gramm. Klimakiller Nummer eins ist der Flugverkehr. Dies ist besonders belastend für die Umwelt, da die Emissionen in großer Höhe in die Atmosphäre eingebracht werden", erklärte der Geschäftsführer.

Mikinovic lieferte dann dem Handel ein Vorbild aus Großbritannien. "Die britische Supermarktkette Tesco dient hier als Beispiel. Bei Produkten, die eine hohe CO2-Belastung verursachen, macht ein Aufkleber in Form eines schwarzen Flugzeuges den Kunden darauf aufmerksam. Die Klimakosten in Österreich machen ungefähr 745 Millionen Euro jährlich aus. Irgendwie muss das ja auch bezahlt werden." Bereits zehn Prozent mehr regionale Lebensmittel würden ein Minus von 116.000 Tonnen CO2 bringen, ein Drittel der Produkte in den Regalen wären durch regionale Produkte durchaus ersetzbar. (APA)

 
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